Schule
Eine Schul-Reform
Schule als erster verpflichtender öffentlicher Ort für die in ihrer Persönlichkeit bereits grundsätzlich entwickelten Kinder ist eine wichtige Ergänzung und Fortsetzung ihrer häuslichen und familiär erworbenen emotionalen und kognitiven Kompetenzen.
Schule verknüpft individuelle Anlagen und Möglichkeiten mit den Anforderungen an eigene Leistung und Verantwortung in unserer freiheitlich-demokratischen Leistungs-Gesellschaft.
Schule muss daher den je unterschiedlichen Voraussetzungen des Kindes, wie auch den vereinbarten Wert-Vorstellungen und Normen unsererGesellschaft Rechnung tragen.
Ausreichende materielle Voraussetzungen, wie Gebäude, Räume, Mobiliar, Geräte, bilden nur den Anfang. Wichtiger sind emotional-kognitive und wie sprachlich-intellektuelle Forderung und Förderung der Schüler.
Die von beiden Eltern optimal begonnene Erziehungs-Entwicklung unserer Kinder können wir durch klugen Einsatz unserer Mittel schulisch optimal fortsetzen durch:
fachkompetente, sowie emotional-intelligente Lehrer und Schulleiter in Schulen mit bedürfnisgerechter Größe,Ausstattung und Atmosphäre.
Die Schule muss grundsätzlich berücksichtigen, dass Kinderindividuell unterschiedlich lernen und mit anderen und mit der Weltinteragieren. Auch die Art und Weise, wie sie Informationen aufnehmen, begreifen, zum Denken benutzen und auf sie reagieren, ist von Kind zu Kindverschieden.
Die Gruppen- und Klassengrößen in Tagesstätten, Kindergärten,Grund- und weiterführenden Schulen sollten es Kindern ermöglichen, ihrem individuellen Niveau und ihrem charakteristischen Stil gemäß zu lernen.
Entwicklung fördernd ist der kontinuierliche Versuch, bessere Wege zu finden, um individuelle Schwierigkeiten zu verstehen und dem einzelnen Kind dynamische,
auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Lerninteraktionen zu ermöglichen.
Eltern und Lehrer können gemeinsam daran arbeiten, Lernerfahrungen auf die individuellen Besonderheiten eines Kindes zuzuschneiden. Durch diese Kooperation werden auch die Eltern an der Gestaltung des Schulalltags stärker beteiligt.
Die Schularbeiten, die von den Schülern zu Hause gemacht werden müssen, sind lediglich eine der verschiedenen Erfahrungen, welche die intellektuelle und
die soziale Entwicklung des Kindes fördern.
Wenn die Hausaufgaben die gesamte Freizeit beanspruchen, kommen andere Erfahrungen, die für eine gesunde Reifung und Entwicklung notwendig sind, zu kurz.
Gespräche mit den Eltern und das Durcharbeiten komplizierter Peerbeziehungen fördern die intellektuelle Leistungsfähigkeit ebenso wie das Einüben mathematischer Regeln oder das Lesen eines Buches.
Dem Unterricht über das Wachstum und die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung des Menschen ist die gleiche Wichtigkeit beizumessen wie anderen Fächern, etwa Englisch, Mathematik und Geschichte. Er sollte neben alters angemessener Lektüre praktische Erfahrung vermitteln und Gelegenheit zur Diskussion über altersrelevante Themen geben.
Berry Brazelton: „Die 7 Bedürfnisse der Kinder“
Gordon: „Die Lehrer-Schüler-Konferenz“
John Gottman: „Kinder brauchen emotionale Intelligenz“