Erziehung

Die Grundlagen reifer Persönlichkeits-Entwicklung


Die weltweite Säuglings- und Beziehungs- Forschung hat die Grundlagen für die optimale Persönlichkeits-Entwicklung im dialogischen Kind- Mutter-Vater- Modell entwickelt:

Optimale Persönlichkeits-Entwicklung heißt Zeit und Zuwendung, Zoff und Zärtlichkeit von und mit 2-5 konstanten und liebevollen Bezugspersonen die sich in ihrem Fühlen, Denken und Handeln orientieren an den kindlichen Fähigkeiten und Notwendigkeiten, besonders in den ersten 4-6 Jahren.


Die Mutter ist zu 90% auch heute die primär Erziehende, (sonst gilt gleiches auch für den Vater).
Sie ist die erste und wichtigste Bezugs-Person ihres Kindes schon in der Schwangerschaft und nach der Geburt.
Sie ist intellektuell, sprachlich und emotional in ihrer Dialog- und Empathie-Fähigkeit gut gebildet und wird dafür selbst auch gut versorgt und bezahlt.


Die Eltern und Erzieher sind Beziehungs-Vorbilder und leben selbst Beglückende Beziehungen.
Sie fühlen sich aufgehoben in ihrer Partnerschaft, gestärkt in ihren Freundschaften.
Sie geben ihre gefühlshafte Lebendigkeit und liebevolle Klarheit positiv und konstruktiv, fordernd & fördernd an die Kinder weiter.


So erfährt das Kind in optimaler Weise Raum und Geborgenheit zur Persönlichkeits-Entwicklung.
Es kann in emotionaler Sicherheit seine eigenen Grenzen & Gefühle selbst erforschen und sich selbst in der differenzierenden und fördernden Vielfalt der Begegnungen erfahren.


Säuglinge können schon ab dem 3. Monat ein Empfinden für eigene Spannungen entwickeln –
entsprechend sensibilisierten Erziehern gelingt der Balanceakt zwischen gelassenem Abwarten und helfendem Eingreifen zur gemeinsamen Zufriedenheit.


Optimal geförderte und geforderte Kinder entwickeln bereits nach 12 Monaten Ansätze von Vertrauen in sich und diese Welt.
So gut ausgerüstet und gut gestärkt durch den liebevollen Wechsel von Wunsch-Erfüllung und Wunsch-Frustration lernen Kinder früh, lustvoll in lebendige Beziehungen zu leben im konstanten Umgang mit Gleichaltrigen in Kindergarten und Schule.

Diese emotional unterstützten und gut abgesicherten Erfahrungen mit den Anderen lassen das Kind und seine Persönlichkeit im Wechselspiel von Freiheit und Grenzen selbständig wachsen und werden.


Ab dem 10. Lj ist das Kind in der Lage, an den erwachsenen Dialogen als eigenständiger Partner Verantwortung zu übernehmen.

  • Es erlebt immer mehr Einsicht in seinen Teil an Rechten und Pflichten der Familie
  • Es ist zunehmend bereit und in der Lage, Rechte und Pflichten selbst zu übernehmen
  • Es versteht die gesellschaftlichen Zusammenhänge in Schule, Verein, Gemeinde
  • Es erlebt sich als ernstzunehmenden Partner gerade auch während der heftigen Phase der Pubertät


Diese Erziehungs-Grundlagen fördern die Entwicklung von zufriedenen, zu Beziehung und Leistung fähigen und reifen Persönlichkeiten.


Reife Persönlichkeiten in Beglückenden Beziehungen bilden beglückende, freiheitliche und demokratische Gesellschaften.


Literatur:

Berry Brazelton: „Die 7 Bedürfnisse der Kinder“
Astrid von Friesen: „Von Aggression bis Zärtlichkeit – Das Erziehungslexikon:“

John  Gottman:„Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe.““
Hans Maaz: „Lilith- die dunklen Seiten der Mütterlichkeit.“

Ulrike Petermann: „Kinder und Jugendliche besser verstehen.“
Peter  Struck: „Die Kunst der Erziehung.“